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Einbürgerungstest vs. Leben in Deutschland: Was ist der Unterschied?
Verwirrt über die Begriffe? Wir erklären den Unterschied zwischen dem Einbürgerungstest und dem Test 'Leben in Deutschland'.
Viele Bewerber sind verwirrt: Muss ich den Einbürgerungstest machen oder den Test “Leben in Deutschland” (LiD)? Sind das zwei verschiedene Prüfungen? Hier ist die Aufklärung.
Grundsätzlich: Fast das Gleiche
Inhaltlich sind beide Tests identisch. Beide bestehen aus dem gleichen Fragenkatalog des BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) mit insgesamt 310 Fragen (300 allgemeine + 10 landesspezifische).
Der kleine Unterschied
Der Unterschied liegt im Kontext und im Zertifikat:
1. Der Einbürgerungstest
- Zielgruppe: Personen, die sich “nur” einbürgern lassen wollen und keinen Integrationskurs besuchen.
- Ergebnis: Sie bestehen, wenn Sie 17 von 33 Punkten erreichen.
- Zertifikat: Bescheinigt lediglich das Bestehen für die Einbürgerung nach § 10 StAG.
2. Der Test “Leben in Deutschland” (LiD)
- Zielgruppe: Teilnehmer eines Orientierungskurses (Teil des Integrationskurses).
- Ergebnis:
- 15 von 33 Punkten: Nachweis für allgemeine Kenntnisse (ausreichend für Niederlassungserlaubnis).
- 17 von 33 Punkten: Ausreichend für die Einbürgerung.
- Besonderheit: Der LiD ist die Abschlussprüfung des Orientierungskurses.
Welchen soll ich machen?
- Wenn Sie bereits einen Integrationskurs machen: Machen Sie den LiD am Ende des Kurses.
- Wenn Sie keinen Kurs machen müssen und direkt den deutschen Pass wollen: Melden Sie sich für den Einbürgerungstest bei einer Volkshochschule (VHS) an.
Üben bleibt gleich
Egal für welche Bezeichnung Sie sich anmelden: Sie müssen die gleichen 310 Fragen lernen. Unsere App bereitet Sie auf beide Szenarien perfekt vor!